PM zum 3. & 4.Oktober in Berlin

2500 Linke protestieren in Berlin gegen Einheitsfeierlichkeiten

Über 2000 Menschen versammelten sich am Tag der deutschen Einheit in Berlin-Mitte um ihre Ablehnung gegenüber jeglicher Form von Nationalismus auf die Strasse zu tragen. Unter dem Motto „Deutschland in den Rücken fallen – Kämpft mit uns gegen Staat, Nation und Kapital“ zog die Demonstration vom Rosa-Luxemburg-Platz zum Oranienburger Tor. Mit zahlreichen Soundsystems auf dem verschiedene DJs und Rap-Musiker auftraten wurde eine kommunistische Kritik an der nationalistischen Ideologie lautstark untermauert. Ein grosses Polizeiaufgebot verhinderte, dass die Demonstration wie angemeldet über den Hackeschen Markt ziehen durfte.

Jonas Schiesser, Sprecher der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB) sagt dazu: „Für uns ist der Tag der deutschen Einheit kein Grund zu feiern. Der deutsche Staat steht unserer Meinung nach nicht dafür die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, sondern für zunehmende Verarmung, imperialistische Kriege und rassistische Migrationspolitik. Wir freuen uns darüber, dass sich uns so viele Menschen angeschlossen haben um gegen dieses absurde Abfeiern der eigenen Unterdrückung und der Lohnkonkurrenz ihre Stimme zu erheben.“

Der theoretischen Kritik an Nationalismus und Kapitalismus widmete sich am Samstag ein Kongress im Haus der Demokratie und Menschenrechte, an dem 200 Personen teilnahmen.

Die Veranstalter von der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB) werten den Verlauf und die Beteiligung an der Demonstration und dem Kongress als Erfolg.

„Damit haben wir gezeigt, dass nicht alle in den Chor der Vaterlandsliebe einstimmen,“ bewertet Jonas Schiesser die antinationalen Aktivitäten rund um den Tag der deutschen Einheit.

Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB)

Berlin, Samstag den 4.Oktober 2008

Für weitere Informationen siehe:

dritteroktober.blogsport.de
www.arab.antifa.de